Perth
Falls sich das Hotel in Zentrumsnähe befindet, fährt man im wahrsten Sinne des Wortes mit dem "CAT"-System (Central Area Transit) am besten, nämlich umsonst. Es gibt zwei CAT-Linien, die rote und die blaue. Eine umkreist die City in Ost-West-Richtung, die zweite verläuft von Norden nach Süden. An ausgewählten Punkten kann von einer Linie zur anderen gewechselt werden. Es gibt also keinerlei Probleme, um vom Zentralbahnhof ins Shoppingcenter, an den Fährhafen oder zum Busbahnhof zu kommen. Die Busse verkehren in regelmäßigen, kurzen Abständen über den Tag verteilt.
Adelaide
Gerade wenn die Unterkunft außerhalb des Stadtkerns und jenseits des breiten Grüngürtels um das Zentrum liegt, eignet sich ein "Whole-Day-Ticket" des ortsansässigen Busliniensystems, um die Stadt zu erkunden. Die City selbst wird dabei ebenfalls von mehreren kostenlosen Circle-Linien dauerhaft umrundet. Da zu Adelaide die Fahrt nach Glenelg (dem Hausstrand) gehört wie die Kangaroos zu Australien, ist es schon beinahe Pflicht, mit der alten Trambahn vom Victoria Square zur Endstation in Glenelg zu tingeln. Die Benutzung der Trambahn ist im Tagesticket für gut 5 ATD eingeschlossen (ein eineinhalb-Stunden-Ticket kostet ca. 2,50 ATD und lohnt somit nur in Ausnahmefällen),
Melbourne
Vor den
öffentlichen Nahverkehr hat der Verkehrsplaner den Zugang zur
Stadt gesetzt. Im Großen und Ganzen gibt es bei Nutzung der
Hauptverkehrsadern keine Möglichkeit, um mautpflichtige Straßen
zu umgehen. Zu empfehlen sind die Zugangswege über die
Westgate-Bridge (einmalige Aussicht inklusive) und die
City-Link-Tunnels (ganz einfach praktisch). Das Zahlungssystem
ist australisch: einfach aber gewöhnungsbedürftig. Die Tickets
gibt es bereits weit außerhalb Melbournes in Postämtern. Bei
Anreise am Wochenende sind Postämter in kleineren Orten die
beste Wahl, da diese von privaten Unternehmern betrieben werden
(die großen staatlichen Postämter hingegen haben zu dieser Zeit
geschlossen). Es gibt Einzeltickets und Tagestickets. Beim
Ausfüllen der Formulare werden die Details des Wagens online in
einen Zentralcomputer übertragen, die Nummernschilder der Autos
bei der Benutzung der Tollways erfaßt und abgeglichen.
Innerhalb Melbournes ist es ratsam, immer ein Auge auf die sehr
stabilen Trambahnen zu richten. Für spezielle Abbiegemanöver
gibt es extra Regeln, die am einfachsten durch "learning by
doing" zu begreifen sind.
Das Auto selbst wird in Melbourne eigentlich nicht benötigt. Das enge Trambahnnetz überbrückt die Distanzen innerhalb der Stadt schnell und problemlos. Wir haben für uns das "1-Day-Ticket" (5 ATD/Person) als Ideallösung empfunden. Die Tickets gibt es in jedem 711-Shop, die wie uns versichert wurde, immer geöffnet haben ("we never close").
Canberra
Verglichen mit den anderen Großstädten enttäuscht der öffentliche Nahverkehr von Canberra. Zwischen den Bussen einer Linie vergeht sehr viel Zeit. Es gibt zwar Tagestickets, diese sind jedoch nur eingeschränkt nutzbar (nach 9.00 Uhr morgens und abends nur außerhalb der Rush-Hour). Die Haltestellen der Stadtbusse liegen zum Teil weit von den Sehenswürdigkeiten entfernt. So wird man am New Parliament House an einem Seiteneingang herausgeworfen, der jedoch nicht benutzen darf. Der Weg zum Haupteingang ist dann so lang, daß der Ärger beim Zurücklaufen locker verfliegt... Das Identifizieren der Busse fällt ebenfalls schwieriger als in den anderen Städten (vielleicht waren auch nur nicht intelektuell genug). Zudem haben wir nur in Canberra an ausgesuchten Haltestellen Schilder entdeckt, die vor renitenten und angriffslustigen Vögeln warnen. Vielleicht haben die ja auch nur die gleichen Erfahrungen wie wir gemacht.... Übrigens war der Lösungsvorschlag der Behörden wieder mal typisch für den "australian way of life" - einfach woanders einsteigen!
Sydney
Da ein Großteil der Besucher in Sydney am Flughafen eintreffen dürfte, ist zuerst die Frage zu klären: Wie komme ich jetzt möglichst schnell und preiswert in mein Hotel? Am effektivsten und billigsten erschien uns einer der zahlreichen Shuttlebusse, die um die 8 Personen transportieren können und die bekannteren Hotels der verschiedenen Stadteile abfährt (Fragen hilft). Es gibt auch Hin- und Rückfahrttickets, mit denen noch mehr gespart werden kann; einen Tag vor der Abreise ein Anruf bei der Shuttlebuszentrale und am nächsten Tag gehts direkt vom Hotel zurück zum Flughafen.
Durch das
riesige Gebiet, das Sydney inklusive aller Strände umfaßt, geht
nichts ohne die öffentlichen Verkehrsmittel. Für Ersttouristen
mag das Angebot der "Sydney Explorer" interessant sein:
Der rote Explorer fährt die Sehenswürdigkeiten des Zentrums ab,
der Blaue die Außenbezirke, z.B. Bondi und andere Strände, und
der gelbe Explorer macht Parramatta unsicher. Insgesamt sind die
Preise jedoch gesalzen. Leider fahren die Explorer nur während
des Tages, mit den Tickets dürfen jedoch am Abend auch alle
anderen Busse benutzt werden.
Ein sehr viel effektiveres Angebot (von den Linien her gesehen,
Abfahrtszeiten und der generellen Vielfalt) bietet der
Standard-Nahverkehr. Geradezu ideal war für uns das "Green
Weekly", mit dem eine Person für gut 30 ATD eine Woche die
gesamte Palette der Transportmittel hemmungslos und
uneingeschränkt benutzen kann. Dazu gehören alle Busse, Züge
(bis zu einem bestimmten Bereich) und natürlich das
Sydney-Ferry-System. Die Tickets gibt es in ausgewählten
"Newsagencies" oder Bahnstationen (einfach
durchfragen).
Hilfreich für die Benutzung der Busse sind Buspläne, die in der
Tourist Information (z.B. in The Rocks oder am Circular Quay)
kostenlos zu erhalten sind. Zug- und Fährpläne gibt es hier
ebenfalls. Gerade wenn bei Ausflügen ins nähere Umland, eignet
sich das Streckennetz der Bahn. Vorsicht: das "Green
Weekly" deckt nicht alles ab, bei längeren Fahrten kann das
Ticket jedoch "extended" werden. Natürlich ist das
Highlight des Nahverkehrs in Sydney das umfangreiche Angebot an
Fähren. Abgesehen von den privaten Cruises (vornehmlich ab Wharf
6) können mit dem Wochenticket die Wasserwege um Sydney
unbegrenzt erkundet werden.
Das Benutzen der ganz normalen öffentlichen Verkehrsmittel hat zudem den Vorteil, sich unter "ganz normalen" oder "ganz normal verrückten" Einheimischen zu bewegen. Diese sind bestimmt nicht in den Explorern anzutreffen (vielleicht vom Busfahrer mal abgesehen).