Generell ist ein gültiger Führerschein notwendig. Dies bedeutet, daß man sich im Zweifelsfall bei der Führerscheinstelle (im Landratsamt) einen internationalen Führerschein ausstellen läßt. Ohne den Führerschein in englischer Sprache dürfte es Schwierigkeiten bereiten, an einen Mietwagen zu kommen. Beim Mietwagenvertrag sollte auch gut überlegt sein, die persönlichen finanziellen Risiken durch eine Zusatzversicherung zu mindern. Diese füllt die Lücken in der Basisversicherung und den Selbstbehalt.
Was das Fahren in Australien angeht, so herrscht generell Linksverkehr, die meisten Fahrzeuge sind mit Automatik ausgerüstet. Die Geschwindigkeit beträgt in Ortschaften seit 01.01.2002 50 km/h außerorts meist 100 km/h. Gerade in Ostaustralien werden viele Geschwindigkeitslimits durch Schilder wie: "80 ahead" angekündigt. Das Tempolimit selbst tritt aber erst durch ein normales "80-er-Schild" in Kraft. Wer die Geschwindigkeit schon beim Ankündigungsschild drosselt, hat in den nächsten Sekunden meist die Möglichkeit, die australischen Trucks aus allernächster Nähe im Rückspiegel zu betrachten - so dauert die Abgewöhnungszeit nicht allzu lange. Generell sind die Trucks sehr gut motorisiert und auch recht großzügig beim Überholen.
Die australische Polizei führt häufig Radarkontrollen durch. Außerdem besteht Gurtpflicht, und zwar auch in Bussen (sofern vorhanden). Es kann auch mal passieren, daß eine Hauptgeschäftsstraße kurzerhand für eine 100 %-Alkoholkontrolle gesperrt wird.
Mietwagen (sofern keine Geländewagen) dürfen nicht auf unbefestigten Straßen gefahren werden, ansonsten erlischt sämtlicher Versicherungsschutz. Dies gilt auch für die "Tourist Drives", die speziell für die Besucher von Land und Leuten angelegt worden sind (wenigstens der Anfang vieler Scenic Drives ist asphaltiert, Wendemöglichkeiten sind rar, und meistens siegt die Abenteuerlust und Neugier...)
Falls man sich in überschwemmungsgefährdeten Gebieten bewegt, sind die "Tourist Information"-Büros ein guter Anlaufpunkt. Man erkennt sie an den gleichnamigen Schildern. Die Info-Büros sind generell eine große Hilfe, da sie neben den aktuellen und lokalen Informationen zur Straßenlage auch touristische Auskünfte bieten und auch mal weiterhelfen, wenn das Hotel nicht auf Anhieb zu finden ist. Gerade in der Regenzeit kommt und geht das Wasser sehr schnell (gerade in den nördlichen Gebieten z.B. Townsville, Cairns). Hier helfen die örtlichen Wettervorhersagen im Fernsehen wirklich weiter, da überschwemmte Straßen und die aktuellen Cyclon-Wanderwege auf dem Satellitenbild meist recht gut zusammenpassen.
Die australische Tierwelt ist recht zahlreich auf und um die Straßen vertreten. Am sichersten fährt, wer Dunkelheit und Dämmerung kategorisch meidet. Zusätzliche Warnhinweise bitte unbedingt beachten. Zu den Tieren, die einem auch am hellichten Tag auf den Straßen begegnen, gehören Kaninchen, Schafe, Ziegen, Kangaroos, Wombats, Koalas, Echidnas, Kühe und Emus (haben häufig eine beachtliche Geschwindigkeit). Zusätzlich gibt es in den heißeren Gebieten für Echsen nichts schöneres, als sich auf dem heißen Asphalt ein Nickerchen zu gönnen.
Bei der Frage "Mietwagen - Wartung ja/nein" sollte man sich vor dem Öffnen der Motorhaube gut überlegen, was einem alles begegnen kann: der Motorraum ist warm, trocken und von unten gut zu erreichen und somit für Spinnen und ähnliches durchaus ein angenehmer Wohnraum (gerade bei Regen).
Um mit einer guten Nachricht zu schließen: Benzin ist in Australien gemessen an den deutschen Abgaben relativ billig und das Auto aus unserer Sicht das ideale Verkehrsmittel für individuelle Australientouristen (no risk - no fun).